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reiseberichte 18. Mai 2026 • Redaktion

Innsbruck entdecken – Der grosse City-Guide

Innsbruck ist weit mehr als eine Alpenstadt – die Tiroler Landeshauptstadt ist ein kulturelles Kraftzentrum mit 800 Jahren Geschichte, einer der lebendigsten Kunstszene der Alpen und einer einzigartigen Verbindung von urbanem Flair und alpiner Natur. Unser grosser Guide führt Sie zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, verborgenen Schätzen und kulinarischen Highlights.

Innsbruck, die Landeshauptstadt Tirols, zählt zu den faszinierendsten Städten im Alpenraum. Mit rund 132.000 Einwohnern ist sie die fünftgrösste Stadt Österreichs und vereint auf engstem Raum eine beeindruckende kulturelle Dichte. Die Stadt blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück, die tief in der habsburgischen Epoche verwurzelt ist. Gleichzeitig hat sich Innsbruck zu einer modernen, weltoffenen Metropole entwickelt, die mit avantgardistischer Architektur, einer lebendigen Kunstszene und einer aufstrebenden Gastroszene begeistert.

Wer durch die Altstadt schlendert, spürt die besondere Atmosphäre: Auf der einen Seite die gotischen Bürgerhäuser und barocken Paläste, auf der anderen die majestätische Bergkulisse der Nordkette, die bis ins Karwendel reicht. Die Nordkettenbahn bringt Besucher in nur 20 Minuten vom Stadtzentrum auf 2.256 Meter Höhe – ein Erlebnis, das weltweit einzigartig ist. Innsbruck war 1964 und 1976 Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Diese Tradition zeigt sich noch immer in der sportlichen Infrastruktur und den zahlreichen Veranstaltungen.

Dieser Guide führt Sie systematisch durch die kulturellen Highlights der Stadt, ergänzt durch praktische Tipps, Öffnungszeiten und Preisangaben, die wir sorgfältig recherchiert haben. Wenn Sie eine kompaktere Übersicht suchen, empfehlen wir unseren Innsbruck City Guide – Zwischen Berg und Moderne, der sich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentriert. Diese Ausgabe hingegen taucht tiefer ein und enthüllt die kulturelle Seele der Alpenmetropole.

Das Goldene Dachl und die Altstadt – Geschichte zum Anfassen

Das Goldene Dachl ist nicht nur das Wahrzeichen Innsbrucks, sondern eines der bekanntesten Baudenkmäler Österreichs. Der spätgotische Prunkerker wurde zwischen 1497 und 1500 unter Kaiser Maximilian I. erbaut und diente als königliche Loge, von der aus der Kaiser Turnieren und Festlichkeiten auf dem darunterliegenden Platz beiwohnen konnte. Die 2.657 feuervergoldeten Kupferziegel glitzern selbst an trüben Tagen und machen das Bauwerk zu einem unvergesslichen Anblick. Der Erker ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr zugänglich, der Eintritt beträgt 5 € (ermässigt 4 €). Im Inneren befindet sich das Maximilianeum, ein Museum, das dem Leben und Wirken Kaiser Maximilians gewidmet ist.

Die Altstadt von Innsbruck erstreckt sich rund um das Goldene Dachl und zählt zu den besterhaltenen historischen Stadtkernen Österreichs. Die engen Gassen mit ihren Laubengängen, Arkaden und pastellfarbenen Bürgerhäusern laden zum Bummeln und Verweilen ein. Die Herzog-Friedrich-Straße ist die Hauptachse und führt vom Goldenen Dachl direkt zur Maria-Theresien-Straße, der prächtigen Flaniermeile der Stadt.

Die Annasäule auf dem Maria-Theresien-Platz wurde 1706 zum Dank für den Abzug der bayerischen Truppen errichtet. Die 23 Meter hohe Säule wird von einer Statue der heiligen Anna gekrönt und ist einer der wichtigsten Treffpunkte der Stadt. Rund um den Platz finden regelmässig Märkte und Veranstaltungen statt – von Ostermärkten bis zum traditionellen Christkindlmarkt.

Die Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert ist in Teilen noch erhalten. Besonders eindrucksvoll ist der Stadtturm am Rathausplatz, der 1450 vollendet wurde. Gegen eine kleine Gebühr von 4 € können Besucher die 200 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmen und werden mit einem atemberaubenden Panoramablick über die Altstadt und die umliegenden Berge belohnt.

Praktische Tipps für die Altstadtbesichtigung:

  • Die Altstadt ist autofrei – Parkhäuser gibt es am Marktplatz, am Congress und am Rathaus (4-5 € pro Stunde)
  • Geführte Altstadtrundgänge werden täglich um 11:00 und 14:00 Uhr angeboten (ab 15 € pro Person, Dauer ca. 1,5 Stunden)
  • Ein Besuch am frühen Morgen lohnt sich, vor dem Ansturm der Tagestouristen – die goldenen Ziegel des Goldenen Dachls leuchten im Morgenlicht besonders schön

Hofburg, Hofkirche & Co. – Das Habsburger Erbe in Innsbruck

Die Innsbrucker Hofburg zählt zu den bedeutendsten Kulturbauten Österreichs. Ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtet, wurde sie im 18. Jahrhundert unter Maria Theresia zu einem prächtigen Barock- und Rokokoschloss umgebaut. Die Hofburg war bis 1918 die Residenz der Tiroler Landesfürsten und diente über Jahrhunderte als wichtiger Regierungssitz der Habsburger.

Das beeindruckendste Highlight sind die Riesensäle – eine Suite von drei Prunkräumen im östlichen Flügel, die mit Stuckaturen, Deckenfresken und Kristalllüstern ausgestattet sind. Der Gigantenhof mit seinen mächtigen Arkaden und die Hofburgkapelle mit dem wertvollen gotischen Flügelaltar sind weitere Höhepunkte. Die Hofburg ist täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, von Juli bis Oktober bis 18:00 Uhr. Der Eintritt kostet 12 € (ermässigt 9 €). Eine Führung durch die Prunkräume (jeweils um 10:30 und 14:30 Uhr) kostet 15 €.

Gleich neben der Hofburg liegt die Hofkirche (Franziskanerkirche), die zu den bedeutendsten Renaissance-Kirchen des deutschen Sprachraums zählt. Sie beherbergt das Kenotaph Kaiser Maximilians I. – ein monumentales Grabmal, das jedoch leer ist (Maximilian wurde in Wiener Neustadt beigesetzt). Das Kenotaph wird von 28 überlebensgroßen Bronzestatuen umrahmt, darunter Gestalten wie König Artus, Theoderich der Grosse und die Habsburgerherrscher. Die Figuren gelten als Meisterwerke der Renaissance-Bildhauerkunst. Die Hofkirche ist täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 € (in Kombination mit dem angrenzenden Tiroler Volkskunstmuseum 10 €).

Das Tiroler Volkskunstmuseum ist direkt an die Hofkirche angeschlossen und beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen zur Volkskultur des Alpenraums. Die gotischen und barocken Stuben, Trachten, Masken und Krippen geben einen tiefen Einblick in das Leben der Tiroler Bevölkerung vergangener Jahrhunderte. Besonders sehenswert ist die Sammlung historischer Advent- und Weihnachtskrippen mit über 100 aufwendig gestalteten Szenen.

Adresse: Hofburg: Rennweg 1, 6020 Innsbruck; Hofkirche: Universitätsstraße 2, 6020 Innsbruck Kombi-Tipp: Die Innsbruck Card (24h für 47 €, 48h für 55 €, 72h für 61 €) inkludiert den Eintritt in alle genannten Sehenswürdigkeiten plus die Bergbahnen und den öffentlichen Nahverkehr.

Schloss Ambras – Renaissance-Pracht oberhalb der Stadt

Hoch über den Dächern von Innsbruck thront Schloss Ambras, eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser Österreichs. Das Schloss liegt malerisch auf einem Felsen im Stadtteil Amras und ist von einem weitläufigen Park umgeben. Es beherbergt die Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands II., die als eine der ältesten und bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Europa gilt.

Ferdinand II., der von 1564 bis 1595 regierte, liess das Schloss zu einem repräsentativen Wohnsitz ausbauen. Anders als die Hofburg, die stark von Maria Theresias Barock geprägt ist, zeigt Ambras den unverfälschten Stil der italienischen Renaissance nördlich der Alpen. Der Spanische Saal ist ein prachtvoller Festsaal mit einer bemalten Holzdecke und Porträts der Habsburger – er wird heute noch für Konzerte und Empfänge genutzt.

Die Kunst- und Wunderkammer umfasst über 3.000 Objekte: Kostbarkeiten aus Edelstein, kunstvoll gearbeitete Uhren und Automaten, exotische Rüstungen, Corallen, Straussen-Eier und vieles mehr. Besonders faszinierend sind die Harnischkammern, die eine der grössten Sammlungen historischer Rüstungen Europas beherbergen – darunter die berühmten „Pferderüstungen“ und die Porträt-Rüstungen habsburgischer Herrscher.

Das Schlossmuseum im Hochschloss zeigt Porträts der Habsburger, gotische Tafelbilder und einen wertvollen Bestand an Glasgemälden. Der Schlosspark im englischen und französischen Stil lädt zu Spaziergängen ein und bietet traumhafte Blicke auf die Stadt.

Öffnungszeiten: Mitte April bis Ende Oktober täglich 10:00 bis 17:00 Uhr; November bis Mitte April nur das Hochschloss geöffnet (Fr-So 10:00-17:00 Uhr) Eintritt: Schloss & Park 14 € (ermässigt 11 €), Kinder unter 6 Jahren frei Anfahrt: Mit der Buslinie C (Richtung Ambras) ab Hauptbahnhof oder Altstadt, Haltestelle „Schloss Ambras“. Das Schloss ist auch in etwa 30 Minuten Fussweg vom Zentrum erreichbar.

Die Innsbrucker Museumslandschaft – Von Kunst bis Wissenschaft

Innsbruck verfügt über eine bemerkenswerte Museumsdichte, die weit über die Habsburger-Sehenswürdigkeiten hinausgeht. Das kulturelle Herz der Stadt schlägt in der Museumsmeile rund um den Museumshof.

Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (kurz „das Ferdinandeum“) ist das bedeutendste Museum des Bundeslandes Tirol. Die Sammlungen umfassen Archäologie, Kunstgeschichte und Naturwissenschaften. Besonders beeindruckend ist die Kunstsammlung mit Werken von Michael Pacher, Albrecht Dürer und dem Tiroler Maler Albin Egger-Lienz. Die gotischen Flügelaltäre zählen zu den bedeutendsten ihrer Art nördlich der Alpen. Das Ferdinandeum ist täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20:00 Uhr. Eintritt: 12 € (ermässigt 9 €).

Das Museum im Zeughaus am Rennweg ist dem Tiroler Freiheitskampf und der Militärgeschichte gewidmet. Das spätgotische Zeughaus, in dem einst Waffen für das Habsburgerheer lagerten, zeigt eine eindrucksvolle Sammlung von Waffen, Uniformen und Fahnen aus fünf Jahrhunderten. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Stationen zur Geschichte Tirols. Geöffnet Di-So 09:00-17:00 Uhr, Eintritt 8 €.

Ein absolutes Muss für Technikbegeisterte ist das Österreichische Bergbaumuseum im Klosterwald – besser bekannt als Bergisel Erlebnis Museum – ein interaktives Museum, das die Geschichte des Bergbaus in Tirol von der Bronzezeit bis zur Gegenwart nacherzählt. Das Highlight: eine nachgebaute Stollenanlage, die Besucher mit Helm und Taschenlampe erkunden können.

Der Alpenzoo Innsbruck im Stadtteil Hungerburg ist der höchstgelegene Zoo Europas (750 m ü. M.) und beherbergt über 2.000 Tiere aus 200 Alpenarten – darunter Steinböcke, Bartgeier, Murmeltiere und Luchse. Der Zoo legt besonderen Wert auf die Nachzucht bedrohter Alpentierarten. Geöffnet täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr (Sommer bis 18:00 Uhr). Eintritt: 14 € (Kinder 7 €).

Nur 20 Minuten von Innsbruck entfernt in Wattens befinden sich die Swarovski Kristallwelten – eines der meistbesuchten Ausflugsziele Österreichs mit über 800.000 Besuchern pro Jahr. Der 1995 eröffnete „Kristallriese“ ist ein unterirdisches Labyrinth aus Kunst, Licht und Edelstein-Verarbeitung. Die Chambers of Wonder – Räume von Künstlern wie Brian Eno, Yayoi Kusama und Salvador Dalí gestaltet – bieten ein unvergessliches Kunsterlebnis. Geöffnet täglich 09:00-19:00 Uhr. Eintritt: 23 € (ermässigt 18 €). Die Anreise ab Innsbruck Hauptbahnhof dauert mit der S-Bahn S5 etwa 20 Minuten.

Moderne Architektur trifft auf historisches Flair

Innsbruck begeistert nicht nur mit historischer Bausubstanz, sondern auch mit mutiger moderner Architektur, die weltweit Beachtung findet. Die Bergisel-Schanze von Zaha Hadid – der 2002 fertiggestellte Sprungturm – ist das spektakulärste Beispiel. Die 50 Meter hohe Konstruktion verbindet eine Aussichtsplattform auf 65 Metern Höhe mit einem Café-Restaurant und Schanzenanlage. Der Blick von der Plattform über die Stadt und die Nordkette ist atemberaubend. Geöffnet täglich 10:00-18:00 Uhr, Eintritt 12 € (inkl. Fahrt mit der Bergisel-Bahn).

Das Hungerburgbahn-Ensemble aus der Feder der Architektin Zaha Hadid verbindet das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Hungerburg auf der Nordkette. Die vier futuristischen Stationen – Kongress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg – sind aus Glas, Beton und Stahl gefertigt und fügen sich nahtlos in die alpine Landschaft ein. Die Fahrt mit der Standseilbahn ist ein architektonisches Erlebnis für sich und kostet 5,40 € einfache Fahrt (mit Innsbruck Card kostenlos).

Das Rathaus-Galerie-Gebäude am Maria-Theresien-Platz und das Landestheater – ein moderner Glasbau des Architekten Erich Streicher – zeigen, wie sich zeitgenössische Architektur harmonisch in das historische Stadtbild einfügen kann. Das Universitäts- und Landessportzentrum und das Haus der Musik an der Universität Innsbruck setzen mit nachhaltiger Bauweise und klaren Linien weitere Akzente.

Kunst im öffentlichen Raum: Innsbruck verfügt über eine beachtliche Sammlung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum. Der Skulpturenweg entlang des Inn zeigt Werke internationaler Künstler wie Max Weiler, Herbert Brandl und Erwin Wurm. Besonders sehenswert: die „Siebeneichen“-Installation und die Lichtinstallation „Silberblick“ an der Kettenbrücke. Ein kostenloser Führer liegt im Tourismusbüro am Burggraben aus.

Der Stadtrundgang „Architektur in Innsbruck“ führt zu über 30 markanten Bauwerken und ist auf der Website der Stadt Innsbruck als kostenloser PDF-Guide abrufbar.

Kulinarische Kultur – Wo Innsbruck isst und geniesst

Die kulinarische Szene Innsbrucks hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm entwickelt. Neben den traditionellen Tiroler Gasthöfen haben sich innovative Restaurants, internationale Küchen und eine lebendige Café-Kultur etabliert.

Traditionell Tirolerisch: Der Stiftskeller Innsbruck in der Stiftgasse 3 serviert seit Generationen Tiroler Hausmannskost unter historischen Gewölben. Die Speisekarte umfasst Klassiker wie Tiroler Gröstl, Kaiserschmarrn, Speckknödel und das hausgebraute Stiftsbier. Geöffnet täglich 11:00-23:00 Uhr. Ein Hauptgericht kostet zwischen 14 und 22 €.

Internationale Spitzenküche: Das Restaurant Pfeffer an der Maria-Theresien-Straße 38 ist ein modernes Restaurant mit offener Show-Küche und internationaler Gourmetküche. Der Schwerpunkt liegt auf saisonalen, regionalen Produkten – kreativ interpretiert und fein abgeschmeckt. Die Weinkarte umfasst über 150 Positionen, darunter eine hervorragende Auswahl österreichischer Spitzenweine. Hauptgerichte zwischen 25 und 38 €. Geöffnet Mo-Sa 17:30-23:00 Uhr.

Italienisch & mediterran: Die Pizzeria Roma Innsbruck in der Museumstraße 5 ist seit über 30 Jahren ein Geheimtipp für authentische Steinofenpizza und hausgemachte Pasta. Die Preise sind moderat (Pizza ab 9 €, Pasta ab 11 €), die Qualität seit Jahrzehnten konstant hoch. Geöffnet Mo-Sa 11:30-22:00 Uhr, So 12:00-21:00 Uhr.

Wiener Kaffeehauskultur in den Alpen: Das Café Central am Rennweg, 1897 eröffnet, ist die Institution des Innsbrucker Kaffeehauses. Hier wird noch nach alter Tradition der „Verlängerte“ im Kupferkännchen serviert. Dazu gibt es hausgemachte Mehlspeisen – Apfelstrudel, Topfenstrudel und Sachertorte. Ein Kaffeehausbesuch ist in Innsbruck ein kulturelles Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.

Die Markthalle Innsbruck am Innrain ist ein Paradies für Gourmets und Entdecker. Auf zwei Etagen bieten Feinkosthändler, Bäcker, Käse- und Wurstspezialisten, Fischhändler und Winzer ihre Produkte an. Dazwischen laden Stände mit Streetfood und Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Die Markthalle ist Mo-Fr 08:00-18:30 Uhr und Sa 08:00-17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weinbau in Tirol: Auch wenn Tirol nicht zu den klassischen Weinbauregionen zählt, gibt es rund um Innsbruck einige kleine Weingüter, die bemerkenswerte Weine produzieren. Die Weingärten in Wilten und am Sonnenhang von Arzl liefern vor allem Müller-Thurgau, Chardonnay und in besonders guten Jahren eine kleine Menge Blauen Spätburgunder. Die Vinothek Innsbruck in der Altstadt bietet Verkostungen und Beratung für alle, die sich für Tiroler Weine interessieren (Adresse: Pfarrgasse 4, Geöffnet Mi-Sa 14:00-19:00 Uhr).

Innsbrucker Veranstaltungen & Traditionen – Kultur live erleben

Innsbruck bietet das ganze Jahr über ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm.

Christkindlmarkt und Advent: Der Innsbrucker Christkindlmarkt auf dem Maria-Theresien-Platz zählt zu den schönsten Österreichs. Über 50 Stände mit Kunsthandwerk, kulinarischen Spezialitäten und Glühwein erstrecken sich rund um die Annasäule. Dazu kommen der Kinderchristkindlmarkt am Marktplatz und der Christkindlmarkt am goldenen Dachl in der Hofgasse mit handwerklichen Spitzenprodukten. Geöffnet Mitte November bis 23. Dezember täglich 11:00 bis 20:00 Uhr.

Osterfestspiele Innsbruck: Der Frühling gehört der Alten Musik. Die Osterfestspiele Innsbruck im Congress Innsbruck sind ein internationales Festival der historisch informierten Aufführungspraxis mit Konzerten, Opern und Meisterkursen. 2026 finden die Festspiele vom 28. März bis 6. April statt. Tickets ab 35 €.

Bergsilvester in Innsbruck: Das Silvesterfeuerwerk über der Bergisel-Schanze und der Altstadt zieht jährlich tausende Besucher an. Die Altstadt wird zur Fussgängerzone, Bühnen und Gastronomie sorgen für ein ausgelassenes Fest. Von der Bergisel-Plattform aus hat man den besten Blick – hier ist allerdings eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert.

Tiroler Abende – Brauchtum live erleben: In mehreren historischen Gasthöfen Innsbrucks – darunter der Stiftskeller und der Hofgarten – werden ganzjährig „Tiroler Abende“ veranstaltet. Schuhplattler, Jodler, Volksmusik und Trachtenvorführungen geben einen lebendigen Einblick in die Tiroler Tradition. Die Abende beginnen meist um 20:30 Uhr, Eintritt inklusive Abendessen ab 42 €.

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August sind ein weiteres kulturelles Highlight. International renommierte Orchester und Ensembles spielen Werke von Monteverdi, Händel, Bach und Mozart in den historischen Sälen der Hofburg, des Landestheaters und der Stiftskirche Wilten. Das Programm wird jedes Jahr um einen thematischen Schwerpunkt erweitert. Karten ab 25 €.

Konzerte und Kleinkunst: Das Treibhaus und das Kammerlandtheater bieten das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Programm von Jazz, Blues, Kabarett und Theater. Der Bierstindl-Keller ist ein legendärer Veranstaltungsort für Konzerte junger Bands. Der Hofgarten – der älteste öffentliche Park Innsbrucks – wird im Sommer zur Open-Air-Bühne mit kostenlosen Konzerten. Infos zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie auf www.innsbruck.info.

Fazit

Innsbruck ist eine Stadt, die man nicht besucht, sondern entdeckt – und bei jeder Entdeckung neue Facetten findet. Die Tiroler Landeshauptstadt vereint auf einzigartige Weise kulturelle Tiefe mit alpiner Lebensfreude. Die Museen und historischen Bauten von Weltrang – das Goldene Dachl, die Hofburg, Schloss Ambras und das Ferdinandeum – zeugen von einer reichen, fast 800-jährigen Geschichte. Gleichzeitig zeigt die Stadt mit der Bergisel-Schanze, der Hungerburgbahn und ihrer pulsierenden Kunstszene, dass sie fest in der Gegenwart verankert ist.

Was Innsbruck jedoch wirklich besonders macht, ist die Verbindung all dieser Elemente mit der atemberaubenden Bergkulisse der Nordkette. Es gibt wenige Städte auf der Welt, in denen man von einer barocken Kathedrale in die Bahn steigt und in 20 Minuten auf über 2.000 Metern Höhe im alpinen Hochgebirge steht. Diese einzigartige Symbiose aus Stadt und Berg, aus Kultur und Natur, aus Tradition und Moderne – das ist es, was Innsbruck zu einem unvergesslichen Reiseziel macht.

Egal ob Sie Kunstliebhaber, Geschichtsinteressierter, Food-Enthusiast oder einfach auf der Suche nach einer aussergewöhnlichen Städtereise sind – Innsbruck wird Sie begeistern. Die Stadt ist gut zu Fuss erkundbar, das öffentliche Verkehrsnetz ist exzellent, und die Innsbruck Card macht den Aufenthalt noch komfortabler. Planen Sie mindestens drei Tage ein, um die kulturelle Vielfalt in vollen Zügen geniessen zu können.

Unsere Empfehlung für einen Kulturtag in Innsbruck:

  • Vormittag: Altstadtrundgang mit Goldenem Dachl und Stadtturm (09:00-11:30 Uhr)
  • Mittagspause: Mittagessen im Stiftskeller oder der Markthalle
  • Nachmittag: Hofburg & Hofkirche (13:30-16:00 Uhr)
  • Abend: Auffahrt mit der Hungerburgbahn zur Nordkette, Sonnenuntergang auf 2.300 m, Abendessen im Restaurant Pfeffer

Diesen Vorschlag können Sie je nach Interesse anpassen – etwa durch einen Ausflug zu den Swarovski Kristallwelten (Halbtagesausflug mit der S-Bahn) oder einen Abstecher zum Alpenzoo.

Quellen

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